Biertrends und altbekannte Biersorten

Biertrends und altbekannte Biersorten

Biere sind immer noch die beliebtesten alkoholischen Getränke in der Schweiz. Die altbekannten Biersorten werden durch neue Trends und Kreationen ergänzt. Dadurch gibt es immer neue Entdeckungen in der Welt der Biere. Aus diesem Grund stellen wir die wichtigsten Biersorten vor.

Herr und Frau Schweizerin trinken jährlich rund 50 Liter Bier. Damit ist das «flüssige Brot» das mit Abstand populärste alkoholische Getränk in unseren Breiten. Mit 75 % ist das Lagerbier am beliebtesten, gefolgt von Spezialbieren (obergärige Biersorten) und Biermischgetränken. Im Biermarkt hat in den vergangenen Jahren eine starke Dynamik eingesetzt: Biermischgetränke werden immer beliebter, so auch die alkoholfreien Biere. Mit neuen Kreationen bringen die Brauhäuser zudem Spezialitätenbiere in die Regale, die noch unbekannte Geschmacksdimensionen ins Glas bringen. Aber auch die herkömmlichen Lager oder Weizenbiere werden mit Genuss konsumiert. So überrascht es auch nicht, dass weltweit rund 10’000 bis 15’000 Marken unterschiedlichste Biere herstellen. Für uns Anlass genug, etwas Licht ins Dunkel zu bringen und euch die wichtigsten Biersorten vorzustellen.

Unterschiedliche Kategorisierungen bei den Biersorten

Massgebend für die jeweilige Biersorte in der Schweiz ist ihr Stammwürzgehalt, ein Wert, der die gelösten Inhaltsstoffe in der Bierwürze vor der Vergärung beziffert. Der Stammwürzgehalt des Bieres sollte nicht mit dem Alkoholgehalt verwechselt werden, da dieser erst bei der Vergärung der Extraktstoffe entsteht. Dabei werden grundsätzlich vier Sorten unterschieden: Leichtbiere mit einem Stammwürzgehalt von unter 10%, Lagerbiere mit einem Wert ab 10%, Spezialbiere mit einem Gehalt ab 11.5% und Starkbiere mit einem Stammwürzgehalt ab 14%. Daneben stellen die Brauereien aber auch viele Bierspezialitäten und alkoholfreie Biere her. Da aber beim Bierkonsum oftmals der Geschmack, der Alkoholgehalt und auch der Braustil eine wichtige Rolle spielen, haben wir die grundsätzliche Unterscheidung zwischen obergärig und untergärig vorgenommen, denn das ist ganz einfach auf die Brauweise zurückzuführen.

Traditionelle Brauart der obergärigen Biersorten

Obergärige Biersorten werden mit obergäriger Hefe gebraut, die beim Gären auf der Oberfläche schwimmt. Da die Brautemperatur etwas wärmer ist (bis zu 25 Grad), werden meist die älteren Stile so gebraut, wie etwa das Altbier oder auch das Weizenbier. Altbier ist eine zumeist dunkle Biersorte, die nach traditioneller Brauart im Gegensatz zu den im 19. Jahrhundert verstärkt aufkommenden untergärigen Biersorten wie etwa Pils gebraut wird. Weizenbiere oder auch Weissbiere werden mit Weizenmalz gebraut. Je nachdem, ob das Weizen filtriert wird, werden Kristall- (filtriert) und Hefeweizen (unfiltriert) unterschieden. Die wichtigsten obergärigen Biere sind aber „Ale“, die in Grossbritannien beheimatet sind. Es gibt sie in einer Vielzahl von Arten und sie können in allen Farben vorkommen. Die würzigen Ales haben in der Regel einen prägnanten Geschmack und entfalten mehr Aromen. Das Pale Ale ist am beliebtesten. Seine blonde Farbe erfolgt aus der Verwendung des gleichnamigen Malzes. Eine bittere Version davon ist das IPA (India Pale Ale), das heute stark im Trend liegt. Auch immer beliebter werden Porter Ales, die mit einer speziellen Malzmischung hergestellt werden, um den Geschmack, das Aroma und die dunkle Farbe zu festigen.

Siegeszug der untergärigen Biere

Mit der Erfindung der Kältemaschine 1876 konnten Brauereien neue Arten erforschen und entwickelten untergäriger Biersorten. Die Hefe sinkt beim Brauen nach unten, da die Brautemperatur niedriger (meist 5 bis 15 Grad) ist. Zu den bekanntesten Vertretern dieser Kategorie zählen Lagerbiere, die auch mit Abstand am meisten getrunken werden. Auch das Pils ist ein untergäriges Bier, jedoch mit erhöhtem Hopfengehalt, wodurch das Aroma und der bittere Geschmack hervorgehoben werden. Untergärige Biere nehmen heute den grössten Marktanteil ein und werden auch am meisten getrunken.

Neue Kreationen bei den Spezialbieren

Die Bierwelt wurde in den vergangenen Jahren von einem neuen Trend erfasst: Die in speziellen Brauverfahren hergestellten Spezialitätenbiere bieten eine Reihe völlig unterschiedlicher Geschmacksrichtungen. Diese Bierfamilie umfasst viele verschiedene Spezialitäten und somit eine beeindruckende Vielfalt an Aromen. Eine Brauerei, die sich komplett diesem Braustil verschrieben hat und sich mit neuen Kreationen übertrumpft ist die Lowlander Beer Brauerei in Amsterdam. Sie braut einige der qualitativ hochwertigsten und beständigsten Craft Biere überhaupt. Mit vielfältigen Botanicals bringen sie neue Geschmacksdimensionen in die Welt des Bieres und wurden für ihre Kreationen schon mehrfach ausgezeichnet. Lowlander knüpft an die holländische Braukultur aus dem 15. Jahrhundert an und setzt zudem erlesene Botanicals ein, wie man sie aus der Herstellung des Gins kennt. Zu ihren Schöpfungen gehören beispielsweise das herzhafte Winter IPA, das erfrischende Tropical Ale oder auch das würzige White Ale. Diese neuen Bierkreationen eigenen sich auch hervorragend für das Food Pairing.

Leckere alkoholfreie Biere

Auch nicht zu vergessen sind die alkoholfreien Biere. In der Schweiz zählen Biere mit einem Gehalt von 0,5% zu dieser Kategorie und auch die meisten Sorten auf dem Markt weisen einen Anteil von 0,3% auf. Lowlander bietet mit Organic Blonde Ale, Ginger & Kaffir Lime und Yuzu & Grapefruit spannende Kreationen in diesem Segment an und hat es sogar geschafft ein Bier komplett ohne Alkohol zu brauen. Gerade wenn man seinen Promillewert im Auge behalten muss, aber nicht auf den Geschmack verzichten will, sind diese Biere zu empfehlen.